Osteopathische Behandlungen


"Darauf zu warten, bis wir krank sind, um endlich damit anzufangen, ein gesundes Leben zu führen, scheint mir ziemlich ineffizient zu sein." John Strelecky


Pferdeosteopathie ist eine manuelle Behandlungsmethode, mit der sich verschiedenste körperliche Probleme beim Pferd aufspüren und therapieren lassen. Die Befundung und anschließende Behandlung wird ausschließlich mit den Händen durchgeführt. Die Beweglichkeit von Gelenken, Muskulatur und verbindenden Strukturen wird ertastet und mit speziellen Techniken verbessert, sofern Bedarf besteht. Dabei geht es innerhalb der Behandlung nicht nur um das Aufspüren und Verbessern von (bereits bekannten) Bewegungseinschränkungen. Durch die Betrachtung des gesamten Körpers können weitere Probleme häufig frühzeitig erkannt und behoben werden, oft noch bevor sie dem Besitzer als Lahmheit aufgefallen sind. Somit dienen regelmäßige osteopathische Behandlungen der Gesundheitsprophylaxe und sind für jedes Pferd mindestens 2x jährlich empfehlenswert.

Innerhalb der Behandlungen wird der Pferdekörper als Einheit betrachtet und wahrgenommen, denn alle Organe und Strukturen wirken eng zusammen und beeinflussen sich auch gegenseitig. Die verbesserte Biomechanik des Bewegungsapparats wirkt sich durch die Verbindung aller im Körper befindlichen Strukturen auch positiv auf Nervensystem, Atmung, Verdauungstrakt und Herz-Kreislauf aus. Der Effekt einer Behandlung ist also ganzheitlich.

 

Folgende Formen der Osteopathie werden unterschieden und durch mich angewandt:

  • Parietale Osteopathie

Manuelle osteopathische Behandlungsform von Wirbelsäule und Gelenken. Während der Therapie wird das gesamte Skelett behandelt und -sofern möglich und sinnvoll- begradigt und somit die physiologische Statik des passiven Bewegungsapparates wiederhergestellt. Beckenschiefstände, Wirbelblockaden und andere Fehlstellung können so behoben werden.

  • Viszerale/ Fasziale Osteopathie

Faszien durchziehen den gesamten Körper und sind an jeder Art von Bewegung beteiligt. Sie halten den Körper zusammen, stabilisieren Gelenkstrukturen, speichern Fett und Wasser und haben somit eine wichtige Funktion im Stoffwechsel. Zudem sind sie Schmerz- und Informationsleiter und unterstützen die Heilung nach Verletzungen.

Manuell oder mit einer speziellen Faszienrolle werden Verspannungen und Verhärtungen im Gewebe gelöst.

  • Cranio Sacrale Osteopathie

Das Cranio-Sacrale System umfasst den Schädel (Cranium), Wirbelsäule und Kreuzbein (Sakrum). Diese Strukturen sind untrennbar miteinander verbunden, unter anderem durch die umgebenden Hirnhäute, die nicht nur den Schädel auskleiden, sondern sich bis zum Kreuzbein erstrecken. Innerhalb dieses Systems fließt und pulsiert die Hirnflüssigkeit, der Liquor. Er trägt Energie vom Nervensystem in die Körperzellen hinein. Wird der Fluss des Liquors durch Blockaden unterschiedlicher Herkunft gestört führt dies zu Unwohlsein und Krankheiten.

Mittels einer Cranio-Sacral Behandlung werden diese Blockaden aufgesucht und behoben und so das Wohlbefinden wieder hergestellt. 

 

Cranio-Sacrale Therapie ist die sanfteste Form der Osteopathie. Der Körper trägt alle Möglichkeiten der Gesunderhaltung und der Selbstheilung in sich. Ziel des Therapeuten ist es, Blockaden zu lösen und die Selbstheilung zu aktivieren.


Zusätzlich zu den oben beschriebenen Methoden arbeite ich mit BOWTECH (Bowen). Diese Technik stellt ein eigenständiges und dynamisches System der ganzheitlichen Muskel- und Bindegewebsanwendung innerhalb der Osteopathie dar. Bowen wirkt in erster Linie neuromuskulär und die positiven Effekte der Behandlungen setzen sich durch den ganzen Körper fort. Die Bowtech-Griffe sind sanft und nicht-invasiv und stellen ein völlig neuartiges Konzept der ganzheitlichen Körperarbeit dar.